Kunsttage Basel 2026

FührungenVeröffentlicht am 05.08.2026
© Kunsttage Basel

Lesezeit : 10 min

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Die Kunsttage Basel sind drei Tage, an denen mehr als 60 Institutionen in Basel ihre Türen im Rahmen eines gemeinsamen Programms öffnen: Ausstellungen, Führungen, Performances und Begegnungen. Dieses Jahr ist die Fondation Fernet-Branca Teil des Programms und empfängt Sie in Saint-Louis: Eine perfekte Gelegenheit, Ihre künstlerische Entdeckungsreise über die Landesgrenzen hinweg fortzusetzen!

 

Öffnungszeiten:
Freitag, 28. August, 13 bis 18 Uhr
Samstag, 29. August, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 30. August, 11 bis 21 Uhr

 
Wochenendprogramm:

FREITAG, 28. AUGUST, UM 16 UHR
Führungen mit der Künstlerischen Direktorin der Fondation, Olga Osadtschy

SAMSTAG, 29. AUGUST, UM 14 UHR
Führung und kreativer Workshop
Malerei, Stoff, Ton, Linie – und du mittendrin.

In diesem von der Ausstellung Tempesta inspirierten Workshop arbeiten wir mit den Materialien der Ausstellung und erforschen, was Körper, Raum und Materie miteinander zu tun haben. Keine Erfahrung nötig – nur Neugier.

SONNTAG, 30. AUGUST

  • 14 UHR, Führungen mit dem Gastkurator Daniel Kurjaković

    Erkunden Sie die Ausstellung Tempesta in Begleitung des Gastkurator Daniel Kurjaković, der Sie durch die ausgestellten Werke führt und seine besondere Sichtweise auf diese außergewöhnliche Ausstellung teilt. 
    Eine einmalige Gelegenheit, die Hintergründe einer Ausstellung zu entdecken, die im Herzen der Fondation Fernet-Branca entstanden ist.

Performance Day x Kunsttage Basel erweitert die multisensorielle, skulpturale Sprache der aktuellen Gruppenausstellung Tempesta (23.5.-20.9.26) um zeitbasierte und performative Praktiken. Das Programm knüpft an die latente Präsenz des menschlichen Körpers in den ausgestellten Arbeiten an – nicht als Motiv, sondern als Ort der Wahrnehmung und Orientierung. Die Performances laden ein, individuelle Erfahrungsräume zu betreten, in unterschiedlichen Modi der (Selbst-)erkundung Zeit zu verbringen und sich durch offene, unvollendete Umgebungen zu bewegen.

  • 16 UHR, the wizard is not real, 45 Minuten
    Die Performance the wizard is not real ist ein poetischer und grotesker Versuch, sich durch die Traurigkeit hindurch zu bewegen, ohne sie erstarren zu lassen; der Melancholie eine Form zu geben, ohne sich ihr zu ergeben. 
    lisa laurent ist mit einem Mikrofon und einem Tisch ausgestattet und weint. Keine realistischen Tränen, sondern Tränen als klangliches, körperliches und expressives Material einer Durchquerung innerer Zustandswechsel. Die Performance entfaltet sich wie eine gescheiterte Symphonie aus erstickten Schreien, Seufzern und Stille, in der Emotion zu Klang, Geste und Rhythmus wird. 

    the wizard is not real sucht keine Auflösung. Stattdessen verweilt die Performance bewusst in den Rissen zwischen emotionaler Überforderung und flüchtigen Augenblicken der Klarheit. Durch übersteigerte burleske Gesten, fragmentierte Bewegungsabfolgen und wiederkehrende, anschwellende Klangmotive formt lisa laurent eine durchlässige Sprache, die Momente von Unbehagen, Absurdität und emotionalem Überfluss in sinnliche Berührungspunkte und eine zärtlichere Beziehung zu den eigenen Grenzen verwandelt.

    lisas Performances öffnen Räume, in denen Wahrnehmung ins Wanken gerät, die Sinne geschärft werden und durch emotionale Intensität und Verletzlichkeit ein tieferes Gefühl von Verbundenheit entstehen kann. 
    Begleitend zur Performance the wizard is not real in der Fondation Fernet-Branca verfasst Pauline Coquart einen eigens für diesen Anlass entwickelten Text, den sie als sprachliche Annäherung an die Arbeit liest. Kuratiert wurde das Programm von Wiebke Wiesner.


    lisa laurent
    lisas primäres Medium ist die Choreografie. Die Arbeiten untersuchen die Darstellung von lisas eigenem Körper durch eine Linse der Reflexivität und Selbstironie. Mit einem besonderen Interesse an der Spannung zwischen Kontrolle und Ausgesetztsein widmet sich lisa fortwährend einer Auflösung von Form – körperlich, emotional und räumlich. 
    Parallel zur choreografischen Arbeit hat lisa u.a. mit Cindy Van Acker zusammengearbeitet und war Mitglied des La Ribot Ensembles, wo lisa sowohl an neuen Kreationen als auch am Repertoire der Künstlerin mitwirkte. lisa arbeitet ausserdem als Dramaturgin und externe Begleitung für Künstler*innen der darstellenden und bildenden Künste, u.a.mit Baptiste Cazaux, Thibault Lac, Giulia Essyad, Pauline Coquart und Antoine Weil. Von 2024 bis 2026 ist lisa als assoziierte Künstlerin bei Sévelin 36 tätig. Im vergangenen Jahr erhielt lisa für die Arbeit the wizard is not real den Performancepreis Schweiz 2025.

    Mit der Teilnahme von: lisa laurent (Choreografin und Performancekünstler), Pauline Coquart (Künstlerin und Schriftstellerin), Wiebke Wiesner (Co-Kuratorin Performance Day x Kunsttage Basel)

    französischsprachiger Einführungstext von Pauline Coquart
    Keine Anmeldung erforderlich
    Freier Eintritt
  • 19 UHR. : Oiseau de Nuit

    Oiseau de Nuit ist eine interdisziplinäre Performance, die elektronische und akustische Musik, Live-Gesang sowie zeitgenössischen Tanz zu einer gemeinsamen Erzählung verbindet. Als immersives Erlebnis widmet sich das Werk dem Dialog zwischen zeitgenössischen elektronischen Klängen und akustischer Instrumentierung und schafft so eine eigene künstlerische Sprache.

    In dieser speziellen für die Fondation entwickelten 30-minütigen Fassung folgt das Publikum der emotionalen Reise zweier Protagonist:innen durch eine Nacht des Feierns. Die Performance erkundet in sieben miteinander verbundenen Szenen Vorfreude, Euphorie, Begegnung, Trance, Verletzlichkeit und die Rückkehr in die Realität. Musik, Bewegung und Raum treten miteinander in Wechselwirkung und schaffen ein sinnliches Erlebnis, welches das Publikum animiert, vollständig in die Geschichte einzutauchen.

    Jenseits des festlichen Erlebnisses geht Oiseau de Nuit der Frage nach, was Menschen miteinander verbindet. Das Werk erzählt von flüchtigen Begegnungen, geteilten Emotionen, der Suche nach Freiheit und jenen schwebenden Momenten, die sich in unser Leben einschreiben und bleiben. Die Performance lädt das Publikum ein, das Nachtleben nicht nur als Unterhaltung, sondern als Raum für Begegnung, Verwandlung und kollektive Emotion zu erleben.

    Musik: Théo Toussaint – Musikkomposition und Sounddesign, Pauline Cutulli – Gesang, Hugo Coulanges – Komponist akustische Musik, Luc Pachot – Komponist akustische Musik, Armand Sztykgold – Trompete, Victor Fimbel – Trompete, Melanie Wahizi – Posaune, Etienne Chimits – Posaune, Timothée Lansu – Bassposaune, Cyril Ackermann – Perkussion.
    Tanz: Erwan Jemmot – Choreografie und zeitgenössischer Tanz, Marc Comellas – Zeitgenössischer Tanz

    Keine Anmeldung erforderlich
    Freier Eintritt

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