Eine neue Direktorin für die Fondation Fernet-Branca

Veröffentlicht am 28.05.2025

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Olga Osadtschy ist neue Künstlerische Direktorin der Fondation Fernet-Branca

Saint-Louis (Fankreich), Mai 2025 – Die Fondation Fernet-Branca, renommierter Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst im Herzen des Dreiländerecks, stellt ihre neue Direktorin vor:  Anfang Mai 2025 hat Olga Osadtschy die künstlerische Leitung des Hauses übernommen. 

 

Olga Osadtschy war zwischen 2016 und 2024 als Assistenzkuratorin am Kunstmuseum Basel unter der Leitung von Josef Helfenstein tätig, wo sie unter anderem umfassende Ausstellungen zu Dan Flavin (2024), Shirley Jaffe (2023) und der Fotosammlung Ruth und Peter Herzog (2020) ko-kuratierte. Auch an grossen Retrospektiven – etwa zu Camille Pissarro (2021), Theaster Gates (2018), Sam Gilliam (2018), Marc Chagall (2017) – war sie massgeblich beteiligt. In einem intensiven Auswahlverfahren überzeugte sie den Stiftungsrat mit ihrem internationalen und interdisziplinären Profil.

„Die Fondation Fernet-Branca erfreut sich grosser Beliebtheit im Elsass und birgt enormes Potenzial, sich als wichtiger Ort im Netzwerk der Institutionen für zeitgenössische Kunst in der Grenzregion zu etablieren. Ich freue mich darauf, dieses neue Kapitel gemeinsam mit dem grossartigen Team hier vor Ort zu beginnen und auf eine stärkere Präsenz im Dreiländereck und darüber hinaus hinzuarbeiten“, sagt Olga Osadtschy. „Ich begrüsse die Gelegenheit, ein Programm zu entwickeln, das in der Region verwurzelt ist und die lokale Kunstszene aktiv einbindet – zugleich aber den Blick weitet und internationale Perspektiven einbindet. Ausserdem kann ich es kaum erwarten, künstlerische Experimente an diesem einzigartigen Ort zu unterstützen und bereichernde persönliche Begegnungen zu ermöglichen.“

Neben der künstlerischen Leitung fällt auch ein bedeutender Teil der baulichen Erneuerung in Olga Osadtschys Amtszeit. So steht die Restaurierung des berühmten Fernet-Branca-Adlers sowie der historischen Fassade an. 

„Solche Arbeiten sind nie Routine – sie erfordern Sorgfalt, Fingerspitzengefühl und Respekt gegenüber dem kulturellen Erbe“, betont Olga Osadtschy. 

Zur Person

Olga Osadtschy (geb. 1985) studierte Medienkultur an der Bauhaus Universität Weimar und an der Universität Siena, sowie Kulturwissenschaft und Bildgeschichte an der 
Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist assoziiertes Mitglied des eikones Zentrums für Theorie und Geschichte des Bildes der Universität Basel. Olga Osadtschy ist Herausgeberin mehrerer kunstwissenschaftlicher Publikationen und Autorin von Essays und Artikel zur Gegenwartskunst. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Kunst- Medien- und Wissenschaftsgeschichte. 

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